3 Wochen, 7. bis 26. August 2017, 13.30-17.15 Uhr,
mit Anke Gerber & Floris Gerber

In diesem Text soll ich erklären, warum die Komödie der Tragödie ebenbürtig ist; dass ein Komödiant mindestens genauso gut spielen können muss wie der Tragöde; warum wir uns also nicht schämen müssen, wenn wir Komödien spielen. Warum wir dem Publikum gefallen wollen dürfen. Warum das Publikum lachen darf. Spaß haben. Wie wir Spaß und Gelächter nutzen, um Hinterrücks eben doch mit dem Inhalt zu kommen.

Obendrein: was wir überhaupt genau machen wollen, in dem Kurs. Dass wir uns besonders mit dem Rhythmus des Spiels beschäftigen wollen. Dem Rhythmus des Stücks, der Szene, der einzelnen Aktion. Wie lang die Pause, wie hart der Bruch? Und warum das so wichtig, so unendlich wichtig ist. Auch wenn mir das keiner glaubt. Und wie wir vielleicht Einzelszenen, vermutlich aber mutig ein ganzes kleines Stück spielen wollen (gekürzt!), weil man den Rhythmus daran besser sehen kann. Wie unsere Arbeit deswegen sowohl für Spieler als auch für Regisseure interessant ist. Wie wir natürlich noch nicht sagen können, was für ein Stück es werden wird, weil wir euch ja noch nicht kennen. Wie wir trotzdem zuversichtlich sind, dass es gut wird, und schön.

Weshalb du, lieber Leser, also unbedingt gerade diesen unseren Kurs besuchen willst.

Das alles muss ich schreiben. Das wird schwer.

Konkret: Wir werden mit den Mitteln des Körpertheaters und der Commedia dell’arte beginnen. Die helfen uns einerseits, Präsenz, Achse, Verbindung zum Partner, Verbindung zum Raum, Unmittelbarkeit der Reaktion etc. zu trainieren, andererseits bringen sie uns schon ganz nahe an handfeste Spielszenen, an denen wir uns versuchen können.

In der zweiten Hälfte des Kurses werden wir einen Auftritt erarbeiten (vielleicht ganz klassisch: Goldoni, Shakespeare oder Moliere; vielleicht auch moderner), und daran auch zeigen, welche Regieentscheidungen weshalb getroffen werden.

 

Packungsbeilage:
Einen Auftritt erarbeiten, das bedeutet ernsthaftes Proben.
Wir geben uns alle Mühe, die Proben lustig, entspannt und für alle Beteiligten (sowohl für die Probenden, als auch für die Zusehenden) lehrreich zu gestalten. Aber Proben sind Proben, und sind anstrengend.
Aber: Ein Auftritt, das ist eine große Erfahrung. Man lernt in 30 Minuten konkreter Spielsituation vor Publikum mehr, als man sonst in 5 Tagen lernt. Lohnt sich also.

 

Schlussaufführung im Sommerakademie-Theater am 26. August 2017, um 18.30 Uhr

 

Kurspreis: € 475

 

KOMÖDIE ist mit folgenden Kursen NICHT kombinierbar (siehe Stundenpläne!):  Chekchov Technique, Die Kunst des Spielens I und II, Erzähltheater, Filmschauspiel, Gesang I, Gesang II Advanced, Lindy Hop Beginners und Improvers, Musical,  Szenenwerkstatt, Theater, Zeitgenössischer Tanz – Choreographie

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Tagesablauf

Hervorragend kombinieren lässt sich dazu: